Überzeugungen unserer Experten
2026 werden Regierungen und Unternehmen wohl in erster Linie bemüht sein, Investitionen und Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten. „Kontrollierte Unordnung“ dürfte daher die Stimmung an den Märkten prägen. Zwar befinden wir uns in der Spätphase des Konjunkturzyklus, anhaltende Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI), industriepolitische Kurswechsel und sinkende Zinsen sollten das Wachstum jedoch stabilisieren. Die Inflation ist zu einem strukturellen Phänomen geworden, das Anlegerinnen und Anleger bei ihren Allokationsentscheidungen berücksichtigen sollten.
Diversifizierung* ist nach wie vor eines der wirksamsten Mittel gegen anhaltend hohe Aktienmarktkonzentration und teure Bewertungen.
Reformen, die industriepolitische Neuausrichtung Europas und steigende Verteidigungsausgaben dürften das europäische Finanzsystem neu ordnen und könnten es auf einen selbsttragenden, langfristigen Wachstumskurs bringen. Chancen sehen wir daher unter anderem am Markt für Euro-Unternehmensanleihen, am Infrastrukturmarkt und beim Thema Strategische Autonomie.
Investitionen in Künstliche Intelligenz, eine Neuordnung der Industriepolitik und sinkende Zinsen werden den Konjunkturzyklus voraussichtlich verlängern, weshalb die Weltwirtschaft auch 2026 robust bleiben, und um moderate 3% wachsen sollte. Die Aktienmarktkonzentration, hohe Bewertungen, steigende Staatsschulden und geopolitische Spannungen stellen jedoch ebenso wie die hartnäckige, durch Onshoring und die Energiewende verursachte Inflation Risiken dar, die Anleger im Auge behalten sollten.
Unser Basisszenario spricht für ein moderates Risiko-Exposure auf Aktien und Investment-Grade-Unternehmensanleihen, die angespannten Bewertungen und Anfälligkeiten erfordern jedoch eine sorgfältige Auswahl. Folgende Komponenten könnten ein Portfolio sinnvoll ergänzen:
Strukturelle Themen wie Reshoring, Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung und die Nachfrage nach europäischem Privatkapital sprechen für ein Private-Credit- und Infrastruktur-Exposure als Einkommensquelle und Inflationsschutz.
Der Technologiesektor wird wohl auch 2026 die höchsten Kapitalinvestitionen ausweisen, allerdings nicht nur in den USA, sondern auch in China, Taiwan, Indien, Europa und Japan. Wir bevorzugen eine Kombination aus KI-, Finanz-, Industrie- und Rüstungswerten, die von steigenden Investitionen bzw. Verteidigungsausgaben profitieren sollten, sowie Energiewendeaktien.
Aufgrund der hohen US-Schulden, hoher Inflation und Risiken für die Unabhängigkeit der Federal Reserve nach dem Ausscheiden des aktuellen Vorsitzenden dürften sich die Renditen von US-Anleihen in einer festen Spanne bewegen. Wir bevorzugen daher ein taktisches Duration-Exposure, ergänzt durch inflationsgebundene Instrumente.
Europäische Staatsanleihen, insbesondere britische und Peripherie-Anleihen, sind für globale Anleger weiterhin attraktiv, ebenso wie robuste Euro-Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Den US-Hochzinsmarkt sehen wir dagegen vor allem wegen des hohen Anteils von Regionalbanken und konsumabhängigen Emittenten eher skeptisch.
Die Dollarschwäche dürfte anhalten, zumal weiterhin Kapital aus den USA nach Europa abwandert. Eine lineare Dollar-Abwertung erwarten wir gleichwohl nicht.
Ein schwächerer US-Dollar, mögliche Zinssenkungen in den USA und der Wachstumsvorsprung der Schwellenländer (EM) sprechen für EM-Anleihen und ausgewählte EM-Aktien. EU-Reformen sowie europaweit steigende Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben machen europäische Aktien und Unternehmensanleihen attraktiv. Chancen sehen wir vor allem bei günstig bewerteten Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen, die von diesen Ausgaben profitieren sollten.
Die hohen – und steigenden – US-Staatsschulden und der schwächere US-Dollar dürften die Diversifikation in globale Anleihen fördern. Vor dem Hintergrund dieses Paradigmenwechsels bevorzugen wir europäische Anleihen, in den USA ziehen wir Investment-Grade-Unternehmensanleihen den volatileren Treasuries vor.
Hohes Gewinnwachstum, die erwarteten Zinssenkungen der Fed und die unerwartet robuste Konjunktur sind die Motoren der Rallye. Konzentrations- und Bewertungsrisiken sprechen jedoch dafür, bei der Suche nach den Gewinnern dieser transformativen Ära auf globale Diversifizierung zu setzen.
Strukturreformen, steigende Investitionen in Rüstung und Infrastruktur sowie eine auf strategische Autonomie ausgerichtete Industriepolitik könnten das europäische Makro/Finanz-Ökosystem umwälzen. Der Wandel könnte Euro-Unternehmensanleihen, Small- und Mid-Caps sowie Verteidigung, Infrastruktur und strategische Autonomie als Anlagethemen interessant machen.
Vor dem Hintergrund der geopolitischen Kräfteverschiebungen sollten die Finanzmärkte der Schwellenländer von der Wachstumsprämie und erwarteten Zinssenkungen der Fed profitieren. Schwellenländeranleihen sind als Einkommens- und Diversifizierungsquelle attraktiv, die Aktienmärkte der Schwellenländer bieten an mehreren Stellen interessante Möglichkeiten – von Technologie und Seltenen Erden in China bis zur „Make in India“-Transformation auf dem Subkontinent.
Mitten in der Netto-Null-Transition treibt der Aufstieg Künstlicher Intelligenz die Energienachfrage in die Höhe. Chancen sehen wir daher bei Klima-Aktien, nachhaltiger Infrastruktur und grünen Anleihen.
Wir stehen am Beginn einer Ära kontrollierter Unordnung: einer multipolaren Welt, die durch eine technologische Revolution und fiskalpolitische Divergenz geprägt ist. Angeheizt durch die Verlagerung von Produktionsstandorten, den Klimawandel und Handelskonflikte wird Inflation zunehmend zu einem strukturellen Phänomen, das nach selektivem Risikoverhalten und höherer Diversifizierung in Währungen, Gold und Realwerte verlangt.
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