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Tauziehen an den Märkten

Märkte im Fokus» |

15. Juni 2018

Tauziehen an den Märkten

An den Märkten herrscht ein Tauziehen zwischen Abwärts- und Aufwärtskräften: Aktien bewegen sich in einem breiten Kurskorridor, der unterhalb der Höchststände seit Jahresbeginn liegt. Allgemein hat eine Phase niedrigerer Renditen und sich verändernder finanzieller und gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen begonnen, in der die Märkte sensibel auf politische und wirtschaftliche Ereignisse reagieren.


Wie sollen sich Investoren in dieser neuen Phase verhalten? Sie  sollten das mittelfristige Szenario im Auge behalten, das zunehmend anspruchsvoller wird, z.B. wegen eines steigenden Rezessionsrisikos und des Risikos politischer Fehler. Gleichzeitig sollten sie auf drei wichtige kurzfristige Themen achten.

 

Erstens: Der wirtschaftliche Ausblick ist nach wie vor solide, der konjunkturelle Höhepunkt liegt jedoch, so meinen wir, hinter uns. Die höheren Ölpreise und die Handelsstreitigkeiten stützen diese Annahme. Dennoch dürfte es nicht zu gravierenden Störungen kommen, da  sich der Ölpreis weiterhin auf dem aktuellen Niveau bewegen sollte und es zu keinem tatsächlichen Handelskrieg kommen dürfte – so zumindest unser zentrales Szenario. Das Weltwirtschaftswachstum dürfte 2018 bei etwa 4% liegen und 2019 geringfügig darunter, damit aber immer noch über dem Potenzial der großen Volkswirtschaften.

 

Zweitens: Die Zentralbanken (CB) werden weiterhin ihre Politik der außergewöhnlichen Lockerung zurückfahren, wenn auch langsam und Schritt für Schritt, da die Inflation zu diesem Zeitpunkt nicht als große Bedrohung angesehen wird.

 

Drittens: Es ist mit einzelnen Phasen einer Dollar-Aufwertung zu rechnen, die jedoch nur vorübergehend sein sollten. Sie wären zurückzuführen auf wahrgenommene Unterschiede im Normalisierungspfad der einzelnen Zentralbankbanken sowie auf ein positiveres Risiko-Sentiment. Die langfristigen Kräfte – ein steigendes Leistungsbilanzdefizit, eine höhere Verschuldung und die Diversifizierung der Währungsreserven der Zentralbanken – sprechen jedoch für einen schwachen US-Dollar.

 

Die Dollar-Aufwertungen sollten nicht als eine große Bedrohung für die Schwellenländer angesehen werden. Die derzeitigen Rahmenbedingungen sind zwar schwieriger (stärkerer US-Dollar, höhere US-Zinsen), aber da diese Anpassungen durch höhere Spreads und schwächere Wechselkurse aufgefangen werden, könnten sich in den Emerging Markets Gelegenheiten eröffnen, jedoch nur, wenn man stark selektiv vorgeht und man sich auf bestimmte Treiber, wie etwa den Ölpreis, fokussiert.

 

In diesem Umfeld sollten Investoren in taktischer Hinsicht besonderen Aufwand betreiben, um die aktuellen Anpassungen an den Märkten mit Relative Value Trades, Bottom-up-Auswahl und einer Diversifizierung von Strategien und Stilen zu nutzen. Die Volatilität könnte in den kommenden Wochen als Anlass gesehen werden, die am stärksten betroffenen Assetklassen auf den Prüfstand zu stellen. Gleichzeitig sollten Investoren bereit sein, allmählich eine Wende im Risiko-Exposure vorzunehmen, vor allem angesichts einer möglichen mittelfristigen Korrektur. In dieser Übergangsphase wird das Liquiditätsmanagement weiterhin von zentraler Bedeutung sein, damit die Portfolios schnell angepasst werden können und der Kapitalerhalt gewährleistet ist.

Wichtige Informationen

 

Sofern nicht anders angegeben, beruhen die dargestellten Informationen auf Recherchen und Berechnungen von Amundi Asset Management per 22.05.2018. Sofern nicht anders angegeben, stammen alle hier geäußerten Meinungen von Amundi Asset Management und können sich ohne Vorankündigung ändern, abhängig von wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen. Es gibt keine Gewähr, dass sich Länder, Märkte oder Branchen wie erwartet entwickeln werden. Investitionen beinhalten gewisse Risiken, darunter politische und währungsbedingte Risiken. Die Rendite und der Wert der zugrunde liegenden Anlagen sind Schwankungen unterworfen. Dies kann zum vollständigen Verlust des investierten Kapitals führen. Diese Publikation beurteilt das Marktumfeld zu einem bestimmten Zeitpunkt und soll nicht als Prognose künftiger Ereignisse oder als Garantie künftiger Ergebnisse betrachtet werden. Die Leser sollten diese Informationen nicht als Research-Analyse, Anlageberatung oder Empfehlung spezifischer Fonds bzw. Wertpapiere betrachten. Die Einschätzungen dienen allein der Veranschaulichung und Aufklärung und sind Änderungen unterworfen. Diese Informationen repräsentieren nicht die tatsächlichen aktuellen, früheren oder künftigen Bestände bzw. Portfolios von Amundi Asset Management Produkten. Dieses Dokument stellt kein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Anteilen an einem Investmentfonds oder einer Dienstleistung dar.

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