Infrastruktur neu denken

Montag, 26. Juli 2021

Nachhaltigkeit, Fondswissen

Infrastruktur neu denken: Lösungen für knappe Ressourcen, saubere Energie und intelligente Stromnetze


Die Infrastruktur steht weltweit vor ganz neuen Herausforderungen. Schon heute sind Verkehrsanbindungen und die Energie-, Wasser- oder Lebensmittelversorgung in vielen Fällen nicht mehr ausreichend. Das gilt erst recht, wenn die großen ökologischen und sozialen Aufgaben der Zukunft gemeistert werden sollen. Es braucht nachhaltige Infrastruktur-Lösungen, neue Ideen und zukunftsfähige Konzepte. Für Investoren eröffnen sich hier eine Reihe von interessanten Chancen. 

      

 
Wegen historisch niedriger Zinsen sind aktuell viele Kapitalanleger auf der Suche nach aussichtsreichen Investmentmöglichkeiten – aber auch nach Diversifikation, Inflationsschutz oder mehr Nachhaltigkeit. Etwas abseits traditioneller Anlageklassen rückt dabei jüngst ein Investmentthema immer mehr in den Fokus, das gleich eine Vielzahl dieser Anlegermotive bedienen kann: „Nachhaltige Infrastruktur“.

Gute Gründe für eine aufstrebende Anlageklasse

Die Attraktivität des Themas hat gleich mehrere Gründe: Zuerst machen das fortschreitende Bevölkerungswachstum und die stetige Urbanisierung generell Investitionen in Infrastrukturprojekte nötig. Vor allem aber: Die aktuelle, nachhaltige Transformation der Wirtschaft erfordert ganz neue Arten von Infrastruktur, etwa für die Digitalisierung, erneuerbare Energien oder sauberes Wasser.

Die Zahl dieser verantwortungsbewussten Objekte und Projekte wächst und auch die Förderungen sowie Subventionen nehmen zu. So umfasst beispielsweise allein der aktuelle US-Infrastrukturplan ein Investitionsvolumen in Höhe von 1 Bio. USD1. Zusammen mit dem für Großvorhaben günstigen Niedrigzinsumfeld gibt es für dieses spannende Investmentthema also starken Rückenwind.

Anteil nachhaltiger Infrastruktur wird voraussichtlich weiter steigen

Wussten Sie, dass teilweise bis zu einem Drittel der Ernte in Arbeits-, Produktions- und Transportschritten zwischen Produzenten und Endverbraucher verschwendet werden?2

Oder, dass in vielen Städten ein hoher Anteil des Trinkwassers durch Lecks in den Leitungen verloren geht?3 Viele Herausforderungen, denen wir mit moderner Infrastruktur begegnen wollen, haben heute einen Bezug zu Nachhaltigkeit und Ökologie. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren weiter verstärken dürfte, denn:

-          Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung werden bis 2025 voraussichtlich unter Wasserknappheit leiden4

-          Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln dürfte bis 2050 um 60 bis 70% ansteigen – Ackerland ist jedoch begrenzt5

-          Der Energiebedarf könnte bis 2040 um rund 28% wachsen. Dafür sind saubere Energiequellen nötig6

Anleger können von dieser Entwicklung gezielt profitieren, indem sie – im Gegensatz zu traditionellen Infrastrukturportfolios – einen höheren Anteil in den zukunftsträchtigen Infrastruktur-Segmenten Alternative Energien und Intelligente Stromnetze, Abfallwirtschaft und Recycling, Wasserversorgung sowie nachhaltige Lebensmittelwirtschaft investieren.

Spezielle ESG-Expertise sorgt für zukunftsfähiges Portfolio

Erfahrung und Know-how zählen in diesem sehr speziellen Segment „Nachhaltige Infrastruktur“ besonders. Für Anleger könnte es demnach Sinn ergeben, einen ESG7-integrierten Ansatz zu wählen und Unternehmen mit unerwünschten Geschäftsstrategien oder umstrittene, wenig zukunftsfähige Industrien – wie etwa die Kohlewirtschaft – auszuschließen. Bevorzugt sollte in Firmen mit positivem Beitrag für Umwelt und Gesellschaft investiert werden. Um das zu erreichen, ist es wichtig, die ESG-Qualität der Einzeltitel differenziert zu analysieren, um effizient die Spreu vom Weizen zu trennen.

Investoren können mit einer Fondslösung für nachhaltige Infrastruktur-Unternehmen von den Vorteilen dieser Anlageklasse profitieren: Etwa einem gewissen Inflationsschutz – wegen oft langlaufender Verträge mit integriertem Inflationsausgleich für Mieten oder Pachten – sowie Chancen auf regelmäßige Dividendenrenditen. Im Vergleich zu einem Direktinvestment überzeugt zudem die größere Diversifizierung, die das Kapital auf viele Infrastrukturprojekte, Sektoren und Regionen verteilt. So kann das Thema „Nachhaltige Infrastruktur-Unternehmen“ eine wichtige Ergänzung innerhalb eines bestehenden Infrastrukturportfolios oder Aktienportfolios darstellen – vor allem, wenn neben regelmäßigen Erträgen auch ESG-Ziele und Nachhaltigkeit gewünscht sind. Anleger sollten dabei einen längerfristigen Anlagehorizont haben, und sich immer über die erhöhten Aktienmarktrisiken im Klaren sein, die eine Aktienanlage in bestimmte Branchen oder Themen automatisch mit sich bringt.

Mehr Informationen zu nachhaltiger Infrastruktur als Anlagethema finden Sie hier

Quellen:

 
Rechtliche Hinweise:

Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 22.07.2021. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.