Die Hoffnung ruht auf 2023

Mittwoch, 07. Dezember 2022

Marktkommentar

Die Hoffnung ruht auf 2023 – auf Regen folgt Sonnenschein


2022 war und ist ein turbulentes Jahr. Auch 2023 werden die Herausforderungen wohl nicht kleiner werden. Aber wer umsichtig agiert und verschiedene Anlageklassen im Blick hat, findet auch in den kommenden Monaten aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten.

      

 

   

Die Geopolitik bestimmt die Finanzmärkte seit einiger Zeit in erheblichem Umfang. Dies wird auch 2023 so sein. Der Krieg in der Ukraine, die Energiekriese, Spannungen zwischen den USA und China aber auch zwischen den USA und Europa sowie die Wahlen in der Türkei werden für die Weltpolitik und für Anleger eine Herausforderung sein.

Anna Rosenberg, Head of Geopolitics Amundi Institute1

 

Das globale Wachstum wird sich 2023 deutlich verlangsamen und abschwächen. In erster Linie sind regionale oder länderspezifische Faktoren für die unterschiedlichen Trends verantwortlich. In Europa sind die Energiekrise und die Inflation die beiden zentralen Themen. Daher sollten die Anlegerinnen und Anleger bei ihren Investmententscheidungen die Entwicklung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sowie die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China besonders im Blick behalten.

 

 

Beim Investieren auf die Reihenfolge achten

In der ersten Hälfte des nächsten Jahres sollten Anlegerinnen und Anleger vorerst konservativ agieren. Anleihen als Anlageklassen sind weiterhin interessant. Aber im Jahresverlauf werden sich voraussichtlich auf verschiedenen Investmentmärkten – sowohl regional als auch auf der Produktebene – weitere spannende Chancen ergeben. Dann geht es darum, das Portfolio Schritt für Schritt anzupassen.

 

Schon jetzt sind Anleihen wieder attraktiv, da die Marktbewertungen steigen. In der ersten Jahreshälfte 2023 dürfte ein Schwenk der Fed interessante Einstiegspunkte auch an den Aktienmärkten schaffen. Anleger sollten sich bis dahin defensiv verhalten, aber bereit sein, Chancen bei Aktien zu nutzen, wenn der Gegenwind in der zweiten Jahreshälfte nachlässt.

Thomas Kruse, Chief Investment Officer Amundi Deutschland1

 

Überblick behalten: 

  • 2023 wird ein Jahr der zwei Geschwindigkeiten werden, mit vielen Risiken, auf die man achten sollte.
  • Anleger sollten sich zunächst defensiv verhalten, aber dann bereit sein, Chancen sowohl bei Anleihen als auch bei Aktien zu nutzen.
  • Anleihen sind wieder im Kommen. Die Marktbewertungen werden attraktiver. Ein Schwenk der Fed in der ersten Jahreshälfte dürfte interessante Einstiegspunkte bieten.
  • Bei Aktien sollten US-Titel im Zentrum stehen. Hier liegt ein Fokus auf Qualitätswerten und Dividenden. Anleger sollten aber auch ihr Engagement in europäische und chinesische, zyklische und niedrig bewertete Aktien schrittweise erhöhen.
  • Anhaltende Inflation bedeutet eine höhere Allokation in inflationsresistente Realwerte wie Infrastruktur. Immobilien können hierbei ein guter Diversifikator sein.
  • Langfristige ESG-Themen werden weiterhin von der aktuellen Situation und der zunehmenden Nachfrage profitieren.

 

1 Quelle Zitat: Pressemeldung zur lokalen Amundi Outlook Konferenz in Frankfurt am 07.12.2022

Rechtliche Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 07.12.2022. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

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